Nach erfolgreichen 4 Monaten in Raja Ampat, sind wir nun zurück auf den Lofoten für unsere Feldarbeit.
In Raja Ampat konnten wir nun endlich genügend Informationen sammeln, um ein großes Langzeitprojekt zur Erforschung und zum Schutz der Wale vor Ort zu entwickeln. Benjamin Kahn von Apex Environmental, hat in Raja Ampat Walforschung seit 2007 betrieben und ist nun unser Hauptpartner in diesem Projekt. In den kommenden Monaten werden wir ein detailierte Projektbeschreibung erstellen und anfangen weitere Partner und Gelder zu finden. Unser Plan ist es eng mit der Staatliche Universität Papua und Conservation International zusammenzuarbeiten. Unsere nächste Reise und Feldforschung nach Raja Ampat ist für Januar 2017 geplant, weitere Informationen folgen…
Hier ist der Plan für dieses Jahr:
- Wir lassen unser Boot zu Wasser und beginnen mit der Feldforschung auf den Lofoten – die Orcas wurden bereits gesichtet! Wir werden die Feldforschung so gut es geht durchführen (wir haben keine finanziellen Mittel!), bis die Wale im Oktober die Lofoten wieder verlassen.
- Wir müssen uns auf die Mittelbeschaffung konzentrieren, da alle unsere Anträge auf Forschungs- oder Walschutzgelder in diesem Jahr abgelehnt wurden (WWF, WDC und National Geographic)!!
Der neue Motor für das Boot war sehr teuer, und wenn wir das Geld nicht bis August auftreiben können, müssen wir das Boot verkaufen – und damit ist unsere Arbeit auf den Lofoten endgültig vorbei!
Bitte helft uns, damit das nicht passiert!
Ihr könnt unsere CD als Download kaufen, bald auch T-Shirts und Bilder online kaufen, nach Möglichkeiten für neue Anträge suchen oder einfach nur eine Spende tätigen! - Wir organisieren wieder einen Feldkurs mit Studierenden der Universität Nord. Zwei Teams mit jeweils 10 Studierenden werden im Juni nach Henningsvaer kommen und lernen, wie man Feldforschung zur Erforschung von Meeressäugern durchführt. Wir freuen uns darauf, den Studierenden aus aller Welt die Wale der Lofoten näherzubringen!
- Wir arbeiten weiterhin an der Foto-Identifikation und der akustischen Analyse der Grindwal-Aufnahmen und werden die Ergebnisse bald in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Cognitive Ethology Lab an der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts in Göttingen veröffentlichen. Anschließend planen wir, die Ergebnisse auf unserer Website zu veröffentlichen, damit Vergleiche mit anderen Orten im Nordostatlantik möglich werden!
- Wir werden unsere Orca-Forschung auch in diesem Jahr fortsetzen, und unser Ziel ist es, noch mehr darüber herauszufinden, ob und wie sich die Kommunikation dieser wundersamen Tiere unterscheidet, je nachdem, ob sie Heringe, Lachse oder Meeressäugetiere jagen. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Ergebnisse bereits Ende des Jahres veröffentlichen können, erneut in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Cognitive Ethology Lab an der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts in Göttingen.
Natürlich interessiert es uns auch, wie es den Tieren geht und ob sie genug Futter bekommen, was wir anhand der Fotos, Videos und Tonaufnahmen feststellen können.
Das machen wir übrigens bei allen Meeressäugetieren, denen wir begegnen 😉 - Und wir planen auch eine Fortsetzung des Projekts zur automatischen Flossenerkennung bei Orcas, damit diese mühsame Arbeit des manuellen Durchsehens der vielen Fotos erleichtert wird! Dies wird in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Göttingen ausgearbeitet, dazu bald mehr….
- Wir haben einen spannenden neuen Plan für ein neues Projekt, bei dem es um ein Sozialprojekt in Marzahn in Berlin geht… Ich kann im Moment noch nicht viel dazu sagen, aber sobald wir es unter Dach und Fach haben, seid ihr alle herzlich eingeladen, dabei zu sein!
- Weitermachen, auch wenn es schwierig wird!!!
Aber zunächst bereiten wir uns hier auf den Lofoten auf unsere erste Ausfahrt morgen vor – es wurden Orcas gesichtet, und wir wollen sie finden. Es wird spannend sein herauszufinden, ob wir die Tiere schon kennen und welchen Dialekt sie sprechen!!
Drückt uns die Daumen, dass alles gut läuft, wir sie finden und dann auch den Sommer über immer wieder nach ihnen sehen können – folgt uns hier und auf Facebook!
Danke
Wir wünschen euch einen erfolgreichen Walsommer,
